10. Mai 2010

Projekt Politikwechsel gelungen: Ein Dank an alle Aktivisten!

Mit großer Freude nimmt der Verein Unser Wasser e.V. das Ergebnis der Landtagswahl zur Kenntnis. Auch durch die vielen Einsätze der Aktionsteams wurden Bürgerinnen und Bürger über Machenschaften der Landesregierung informiert. Was die Bürgerinnen und Bürger davon gehalten haben, zeigt sich eindrucksvoll im Wahlergebnis. So ist es nun amtlich: Privat vor Staat ist gescheitert. ”Wir setzen große Hoffnung in die neue Landesregierung, nun endlich wieder zu Gunsten der Kommunen und damit zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden. “, so der Geschäftsführer des Vereins, Volker Kuznitius. Auf die Frage ob der Verein nun seine Arbeit nun einstellen könnte meinte der Geschäftsführer: “Ganz im Gegenteil! Nun geht es darum, die in Zukunft für das Wasser Verantwortlichen auch an das zu erinnern was vor der Wahl versprochen wurde! Wir werden z.B. in Podiumsdiskussionen die Standpunkte öffentlich diskutieren und Handlungsspielräume aufzeigen. Ganz besonders bedankte sich Volker Kuznitius bei allen Aktiven, die die zahlreichen Aktionen in allen Landesteilen durchgeführt oder unterstützt haben.   

8. Mai 2010

Die Bevölkerung aus Wuppertal war sehr diskussionsfreudig und hatte ein großes Interesse am Thema Wasser

Erst wenn es mal nicht aus dem Kran fließt, wird der Wert vielen Menschen bewusst: Wasser ist ein kostbares Gut, auch hierzulande. Kostbar im doppelten Sinne, wissen die Mitglieder des Vereins „Unser Wasser“. Denn mit Wasser und der Versorgung der Bevölkerung wird auch Geld verdient. Die Wasserwirtschaft ist ein Geschäft wie das mit Strom oder Gas. Deshalb wecken die Leitungsnetze und Abwasseranlagen, betrieben von den Wasserwirtschaftsverbänden, Begehrlichkeiten bei privaten Unternehmen. Mit Angeboten zum Kauf der Wassernetze finden sie auch in der Politik Gehör. „Was die öffentlich-rechtlichen Unternehmen können, können die privaten auch – bloß günstiger“, so das Argument der Befürworter privatwirtschaftlich organisierter Daseinsvorsorge. In Zeiten leerer Kassen weckt das bei den Kommunen durchaus Interesse. Denn was passieren kann, wenn die Wasserversorgung verkauft ist und nach rein profitorientierten Überlegungen gewirtschaftet wird, zeigen Beispiele aus London und Berlin. „In London sind die Leitungen mittlerweile so marode, dass das Wasser in manchen Wohnhäusern nicht bis in den dritten Stock kommt“, schildert Bernd Paxa, stellv. Vorsitzender des Vereins Unser Wasser e.V., eine Folge von schlechter Instandhaltung und mangelnder Wartung des Leitungsnetzes. Dazu sind die Preise für die Verbraucher um 40 Prozent gestiegen. In Berlin, wo die Stadt aus finanziellen Überlegungen heraus ihr Wasserleitungsnetz komplett verkauft hat, machte man ähnliche Erfahrungen. Paxa: „Zurzeit laufen Gespräche darüber, das Netz wieder zurück zu kaufen“. Dazu soll es in NRW erst gar nicht kommen, hofft der Verein und setzt auch auf Mitstreiter in der Politik.

1. Mai 2010

Unser Wasser bei der zentralen Kundgebung des DGB in Essen

Natürlich waren wir bei der zentralen Kundgebung des DGB in Essen mit einem Informationsstand vertreten. Das Wetter war leicht sonnig und stürmisch, passend zur Rede des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer. Wir führten viele intensive Gespräche und bekamen ausschließlich positives Feedback, sowohl von den unterschiedlichen Gewerkschaften, als auch von den vertretenden Parteien. Alle waren sich einig, Privatisierungsmaßnahmen führen zumeist zu erhöhten Preisen für die Bürgerinnen und Bürger auf Kosten der Qualität. Das Konzept „Privat vor Staat“ ist gescheitert, daher nochmals ein Appell an Alle, bitte am 09.05.2010 wählen gehen. Besonders erfreulich war, dass der Informationsstand von mehr als 50 Mitgliedern des Vereins Unser Wasser besucht wurde.

27. April 2010

Paderborn: Nicht schon wieder eine Privatisierung

Das Wetter und das Thema passten so gar nicht zusammen: Schönes warmes Wetter und die düstere Aussicht sich bald die tägliche Dusche nicht mehr leisten zu können. Viele Paderbornerinnen und Paderborner nutzen die Möglichkeit sich mit dem Aktionsteam von Unser Wasser e.V. über die Auswirkungen einer möglichen Privatisierung beim Wasser zu unterhalten. So haben die Menschen in Paderborn schon sehr schlechte Erfahrungen mit vergangenen Privatisierungen gemacht: Der Verkauf der Stadtwerke hat vor einiger Zeit für erhebliche Proteste gesorgt. Leider machen viele Politiker immer den gleichen Fehler: Sie halten die Bürgerinnen und Bürger offenbar für dumm. Doch das Gegenteil ist der Fall. In den Diskussionen merkten alle sofort die plumpe Absicht dahinter: Einigen wenigen soll ein ziemlich lukrativer Bereich zugänglich gemacht werden, damit dort dann satte Gewinne erzielt werden könen! Doch nicht mit Paderborn.

24. April 2010

Auch am linken Niederrhein rumort es, wenn es um Wasser geht

Gerade hier mitten im aktiven Steinkohlenrevier ist man sehr hellhörig wenn es um Wasser und Hochwasserschutz geht. Umgeben von Wahlkampfaktionen präsentierte sich ein Aktionsteam des Vereins Unser Wasser e.V. in der Rheinberger Innenstadt. Für viele der niederrheinischen Bürgerinnen und Bürger war dies der erste Gedankenanstoß zur möglichen Privatisierung des wichtigsten Lebensmittels. ”Was können wir kleinen Leute denn dagegen tun?” fragte zum Beispiel eine Besucherin des Standes. Die Antwort ist eigentlich super einfach: Sprechen Sie mit politisch Verantwortlichen in ihrer Kommune und achten Sie genau auf mögliche Privatisierungsvorhaben z.B. von Kanalisationen und anderen Wassernetzen. Private Unternehmen investieren meist überhaupt nichts mehr in die vorhandene Infrastruktur. Sie quetschen erst alles aus und fliegen dann zum nächsten Opfer - ganz so wie Heuschrecken. Nicht auszudenken, wenn sich ähnliches beim Hochwasserschutz abspielen würde.

Rheinberg2