Argumente für den Erhalt unserer Wasserressourcen

Argumente für den Erhalt unserer Wasserressourcen

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Der Preis für unser Wasser kann durch eine Privatisierung nicht gesenkt werden. Das ist erwiesen.

Typisch für die Wasserwirtschaft ist ein hoher Anteil an Fixkosten. Für den Bau und die Wartung von Versorgungsleitungen, von Kläranlagen usw. Jeder Versuch privater Unternehmen, die Kosten zu reduzieren, hat zwangsläufig eine Verschlechterung der Wasserqualität und Personalkürzungen zur Folge. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele.

Für private Unternehmen zählt vor allem der Profit. Sie wollen mit Wasser Geschäfte machen. Öffentlich-rechtliche Wasserverbände aber arbeiten nicht gewinnorientiert. Sie sind per Gesetz verpflichtet, den Bürgerinnen und Bürgern ausgezeichnete Wasserqualität zu liefern - zum günstigen Preis. Kosten- und Leistungsvergleiche mit zahlreichen anderen Unternehmen im Rahmen von Benchmarking-Projekten zeigen, dass die Wasser­wirtschaftsverbände ein gutes Preisniveau garantieren können.

Privatunternehmen unterliegen einer höheren Steuerlast als kommunale Wasserversorger. Im Fall einer Privatisierung ist ein Gebührensprung sicher: Durch die Umsatzsteuer werden die Wasserpreise um rund 20% steigen.

 

Eine Privatisierung des Wassers gefährdet die hohe Qualität unseres Wassers. Das ist eine grosse Gefahr.

Die Wasserqualität in Deutschland ist im europäischen Vergleich mit am höchsten. Das belegen zahlreiche unabhängige Studien. Unser hoher Standard ist von der öffentlichen Wasserwirtschaft eigenverantwortlich erreicht und von den Bürgern finanziert worden. Die kurzfristige Gewinnorientierung einer Privatisierung gefährdet langfristige Investionen für die Instandhaltung unserer Wassernetze. Folge: Die Wasserqualität würde deutlich zurückgehen.
Deshalb hat auch das Umweltbundesamt schwerwiegende Bedenken gegen die Privatisierung der Wasserversorgung - im Interesse von Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Auch bei der Abwasserbehandlung erfüllt Deutschland die höchsten EU-Standards. Unser Wasser wird zu 95 Prozent in drei gründlichen Reinigungsstufen aufbereitet. Die Logik der Privatisierung würde dazu führen, dass es aus Gründen der Kostenersparnis wie in vielen anderen Ländern nur noch zwei Reinigungsstufen gibt. Dadurch belasten Phosphor und Nitrate die Umwelt in höherem Umfang - und die Trinkwasserqualität leidet.

Längere Unterbrechungen der Wasserversorgung sind in Deutschland unbekannt. Grund dafür ist die gute Pflege der Rohrleitungen durch die öffentlichen Wasserverbände. In London, wo die Wasserwirtschaft schon vor Jahren privatisiert wurde, versickert ein Drittel des Wassers ungenutzt im Erdreich. Der Leitungsdruck ist so gering, dass oft kaum mehr Wasser aus dem Hahn kommt. Das ist nicht nur in London, sondern auch in vielen südlichen Ländern traurige Realität.

 

Eine Privatisierung der Wasserwirtschaft gefährdet die Sicherheit unserer Wasserressourcen. Das bedroht unsere Region.

Die öffentlichen Wasserversorger investieren jährlich rund acht Milliarden Euro in die Sicherheit unserer Wassernetze. Damit sind sie in der Region ein wichtiger Auftraggeber für den Mittelstand. Eine private Wasserwirtschaft steht im marktwirtschaftlichen Wettbewerb und ist hohen Steuerbelastungen unterworfen. Sie wäre zu massiven Einsparungen gezwungen. Nur die kontinuierlichen Investitionen in die Instandhaltung
und Erneuerung unserer Wassernetze durch die öffentliche Hand können die Sicherheit unserer Wasserressourcen und unserer Wasserversorgung langsfristig garantieren.

Die öffentlichen Wasserverbände sind dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie haben die besondere Verantwortung, nachhaltig mit unseren Wasserressourcen umzugehen. Dazu gehören der Hochwasserschutz, der umfassende Schutz der Quellgebiete unserer Flüsse und die Förderung des gewässerschonenden Landbaus, z.B. durch Kooperationen mit der Landwirtschaft. Hier spielt der Profit keine Rolle. Hier geht es um das Gemeinwohl, um langfristige Versorgungssicherheit und um unsere Zukunft. Das kann sich die Privatwirtschaft nicht leisten.

Die Wasserwirtschaft in Deutschland liegt im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden. Diese Lösung ist optimal: So stellt auch das Umweltbundesamt fest, dass die kommunale Organisation der Wasser­wirt­schaft unsere Wasserressourcen am besten und am nachhaltigsten schützt. Die Firmensitze der großen inter­natio­nalen Wasserkonzerne aber sind weit weg. Weit weg von unserer Region. Weit weg von unseren Flüssen. Weit weg von den Bürgerinnen und Bürgern.
Weit weg von unserem Wasser. Und da sollen sie auch bleiben.